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Archive for the ‘Ernährung’ Category

Nach Freiheit fragt Ihr?*

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Eine längere Geschichte – sozusagen als Einleitung. Wir betreiben ein AirBNB – zwei Zimmer, in unserem Haus. Diese Zimmer wurden früher von meinen Kindern bewohnt. Wohnzimmer, Küche, Bad. Keller, Garage, Garten, Parkplätze dürfen von den Gästen mitbenutzt werden. Also eine Art AirBNB mit Familienanschluss. Dort wohnt eine junge Frau, die sich letztes Jahr und auch dieses Jahr mehrfach für jeweils einen Monat bei uns einmietete. Das erste Mal: sie hatte sich von Ihrem Freund getrennt. Im Wesentlichen, weil der keine Kinder haben wollte – wie sie sagt. Bei einem der folgenden Mietverhältnisse: Sie hat die Chance für mind. ein Jahr nach Übersee (23 Flugstunden von hier) zu gehen und ihren Beruf dort auszuüben. Sie wurde von dort angefragt. Wow, die Ehre, dass jemand aus dem Ausland gefragt hat, ob ich nicht dort für ihn arbeiten will, wurde mir nie zuteil.

1973. Ich bin gerade mal 10 Jahre alt. Die Eltern fragen uns, ob wir uns vorstellen können, für einige Zeit mit Ihnen in die USA zu gehen. Mind. ein Jahr. Vielleicht auch mehr. Die Großeltern hatten uns Angst gemacht. Es gäbe dort „Indianer“, die uns fangen und „an den Füßen aufhängen“ und foltern würden, bis wir tot seien. Warum sollten wir den Großeltern misstrauen? Mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich entscheiden uns gegen den Umzug in die USA. Die Eltern respektieren das. Wir bleiben in Deutschland.

Diese zuletzt erzählte Geschichte habe ich unserer jungen Mieterin erzählt. Auch um ihr zu erklären, warum für mich die Entscheidung eigene Kinder haben zu wollen auch eine Entscheidung gegen meine individuelle Freiheit war, die mir damals 1992 schwerfiel – als ich in meinem Leben an jener Weggabelung im Leben stand, wo sie mit ihrem Freund letztes Jahr angekommen war. Und natürlich um sie zu ermutigen, das Angebot für ein Jahr in Übersee unbedingt zu anzunehmen. (Sie hatte nach unserem Rat gefragt, sonst hätten wir wohl gar nichts dazu gesagt.)

Am Samstag in dieser Woche wird sie bei uns ausziehen und wir werden sie mindestens ein Jahr nicht wiedersehen. Meine Kinder sind längst erwachsen. Aber ich würde nicht so weit von ihnen weg sein wollen. Nicht einmal von meinen Eltern, die 220 km entfernt wohnen, wollte ich für so lange Zeit mehr als ein paar wenige Reisestunden entfernt sein wollen.

Ich schränke also meine Freiheit, freiwillig ein. Zu Gunsten von was?

Ich denke es ist vergleichsweise einfach. Ich schränke meine Freiheit freiwillig ein, zu Gunsten der Bequemlichkeit. Meiner Bequemlichkeit in meiner Beziehung zu anderen Menschen (in diesem Fall meinen Kindern/Eltern).

Absolute Freiheit wäre also für mich, jede Entscheidung, jederzeit treffen zu können, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen (Beamen, das wärs doch 😉 ). Diesen Satz habe ich mit 20 anders formuliert: „Freiheit: Jeder, kann jederzeit, jede Entscheidung treffen, wenn er bereit ist, mit den Konsequenzen zu leben“.

Ja, es ist mir bewusst, was für ein Scheiß-Luxus meine Art Freiheit zu erleben ist.

  1. (Fast) Keine finanziellen Zwänge und Abhängigkeiten: Geld werde ich mit meinem Know How jederzeit überall auf diesem Planeten verdienen können (das ist meine feste Überzeugung).
  2. Kein Hunger oder Durst.
  3. Keine staatlichen Institutionen, kein römischer Kaiser, mittelalterlicher Lehnsherr, Warlord, Revolutionswächter oder Diktator, der über mein Leben bestimmen könnte.
  4. Nicht einmal ein General, Hauptmann oder Vorgesetzter der mir Befehle geben könnte, denen ich zu gehorchen hätte.

Ja, die aufgezählten Beispiele zeigen, an wie vielen Orten, für wie viele Menschen dieser Welt, die Freiheit viel stärker eingeschränkt ist, als meine Freiheit.

Ja, meine Freiheit lebe ich auf Kosten sehr vieler dieser Menschen. Ich kann nicht in einem der reichsten Länder der Welt in Freiheit leben und gleichzeitig Brecht ignorieren.

Reicher Mann und Armer Mann, standen da und sahn sich an und der Arme sagte bleich: wär ich nicht arm, wärst Du nicht reich.

In meiner Stadt kann ich nicht in kein einziges Geschäft gehen, indem ich nicht Güter kaufen würde, welche die Freiheit anderer Menschen auf der Welt einschränken. Ich rede jetzt nicht von den ganz offensichtlichen Möbeln, die mit 1-Euro-Jobs produziert werden, Klamotten aus Kinderarbeit, Mobiltelefonen und anderer Elektronik mit Rohstoffen aus Sklavenarbeit. Nicht von den Zinsen auf mein Sparbuch oder meinen Rentenvertrag, die mit Hilfe von weltweit frei zirkulierendem Kapital und frei zirkulierenden Gütern zu Lasten von Menschen erwirtschaftet werden, die nicht frei sein dürfen. Nicht frei über die ganze Welt „zirkulieren“ dürfen.

Nein, nicht einmal in den Hofladen des Bio-Bauernhofes kann ich einkaufen gehen, ohne die Freiheit anderer Menschen auf diesem Planeten zu beschneiden. Selbst wenn ich dort einen Liter Bio-Milch oder ein Kilo Bio-Getreide kaufe, bewirke ich damit Unfreiheit für andere. Für den Liter Milch, das Kilo Getreide aus konventioneller Landwirtschaft, das ich nicht kaufe, subventioniert nämlich der Staat, in dem ich lebe, konventionell wirtschaftende Landwirte, welche einen Liter Milch bzw. einen Liter Getreide weniger (an mich) verkaufen. Die so subventionierten Überschüsse an Milch- und Getreideprodukten wandern dann in Länder (z.B. in Afrika) mit denen mein Land sogen. „Freihandelsabkommen“ geschlossen hat. Die dortigen Landwirte können gegen die Billigpreise unserer subventionierten Lebensmittel nicht anstinken und verlieren ihre bäuerliche Existenz.

Auch im Internet kann ich kein Produkt kaufen, das ohne die Einschränkung der Freiheit anderer Menschen zu mir gelangen würde. Und sei es am Ende der Paketbote, der statt Mindestlohn in Akkordarbeit Pakete zustellen muss. Da helfen auch recyclebare oder mehrfach benutzbare Verpackungen nicht.

Ich kann meine Freiheit in diesem Land gar nicht so weit einschränken, dass ich nicht gleichzeitig zur Unfreiheit anderer, anderswo beitragen würde. Sobald ich den Wasserhahn öffne, Wasser aus einem sauberen Bach trinke oder auch nur einen sicheren befestigten Weg benutze, nutze ich Vorteile, die die Gesellschaft in meinem Land mir zu Lasten der Freiheit von Menschen in anderen Gesellschaften bereitstellt.

Was also bedeutet diese Scheiß-Luxus-Freiheit, die ich in diesem Land genieße für mich?

Sie bedeutet, dass ich mich verpflichtet fühle.

Ich fühle mich jeder Person verpflichtet, die aus den Verhältnissen der Unfreiheit flieht, die mein Konsum, meine Freiheit unweigerlich verursacht.

Ich fühle mich verantwortlich, dass diese Person nicht in (ja sagen wir es ruhig wie es ist) Konzentrationslagern in irgendwelchen Failed-States wie z.B. Libyen oder Tunesien verrottet, vergewaltigt und erpresst wird.

Ich fühle mich verantwortlich, dass diese Person nicht auf ihrer Flucht vor der von mir mit-verursachten Unfreiheit, in der Wüste verdurstet oder im Meer ertrinkt.

Ich fühle mich verantwortlich, dass diese Person am Ende ihrer Flucht, in unserem Land angekommen, nicht von Behörden schikaniert, um ihr Asylrecht betrogen oder von Nazi-Dummköpfen erschlagen wird.

—-

*Danke Astrid und Mario für Eure #BlogparadeFreiheit und die Möglichkeit mich in diesem Konztext zu äußern.

Written by emden09

09.08.2018 at 13:45

Fluchtursachen bekämpfen – am eigenen Leib!

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Menschen, die in Deutschland oder allgemein in der EU leben glauben also, sie selbst hätten nicht massiv profitiert, als die Fluchtursachen in Asien, Afrika und Südamerika geschaffen wurden.

 

Wenn Sie es ernst meinen mit dem Denken, darf ich Sie bitten, schauen Sie sich um.

 

Welches der Geräte, die Sie benutzen, um diese Nachricht zu lesen, ist Ihr Eigentum oder wird Ihnen unentgeltlich zur Verfügung gestellt? Wissen Sie oder können Sie sich vorstellen, wie viele der Arbeiter*innen, welche die Rohstoffe für diese Geräte fördern, diese Geräte zusammenbauen, testen, verpacken und bis zu Ihnen befördern wenigstens den in Deutschland üblichen Mindestlohn erhalten? Der letzte, Ihr Paketbote – in der Mehrzahl der Fälle vermutlich auch nicht. Ja, das gilt auch, wenn Sie das Gerät in einem Ladengeschäft erworben haben.

 

Schauen Sie an sich herab. Welches der Kleidungsstücke die Sie tragen wurde inkl. der Fasern in Deutschland – oder einem anderen Land produziert von Menschen, die wenigstens den Deutschen Mindestlohn erhalten, nach hiesigen Sozial- und Sicherheitsstandards arbeiten oder wohnen?

 

Was haben Sie heute gefrühstückt? Was hatten Sie gestern zum Abendessen? Sind Sie sicher, dass keine Ihrer Mahlzeiten Menschen in den o.g. Kontinenten ausbeutet oder aus Deutschland stammende Nahrungsmittel (z.B. Milchprodukte) hier nur deshalb so billig sein können, weil wir die landwirtschaftliche Rohstoffproduktion (z.B. Milchwirtschaft) in den Ländern, aus denen Menschen fliehen ruinieren? Woher kommt das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“?

 

Warum funktioniert die Infrastruktur, Busse, Bahnen, Rettungs- und Pflegedienste um Sie herum? Ja, weil wir deren Aufbau „mit unseren Steuergeldern finanziert“ haben. Aber warum haben unsere Steuergelder ausgereicht, um all das zu finanzieren? Richtig, weil unsere Bundeswehr oder Armeen anderer Ländern zu unserem Nutzen in den Herkunftsländern der Geflüchteten seit Jahren Kriege führen oder Stellvertreterkriege unterstützen, damit Rohstoffe (z.B. Erdöl, Lithium) für diese Art von Wohlstand billig produziert werden. Keine*r der Arbeiter*innen, die diese Rohstoffe fördern, veredeln und bis zu uns befördern, arbeiten für den Deutschen Mindestlohn unter den in Deutschland üblichen vergleichsweise sicheren Arbeitsbedingungen und mit der hier üblichen sozialen Absicherung.

 

Wenn Sie glauben, Sie hätten es verdient, all diese Menschen auszubeuten oder durch Unternehmer für sich ausbeuten zu lassen, weil Sie hier in Deutschland geboren sind, ist dieser Artikel nicht für Sie geschrieben. In dem Fall sind Sie einer der rechten Vollidioten, die einfach weitergehen sollten und auf meinen Blog nichts zu suchen haben. Aber auch in diesem Fall gehören Sie natürlich zu den Ausbeutern, den Profiteuren und Förderern der Fluchtursachen und müssen sich eingestehen, dass Ihr relativer Reichtum, ihre relative Sicherheit, im Vergleich zur Armut der Menschen in den Herkunftsländern der Geflüchteten nur existiert, weil Sie die Fluchtursachen mitverursachen.

Written by emden09

13.07.2018 at 08:55

Edit Life

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Was mich heute Nacht nicht schlafen lässt sind die positivsten möglichen Folgen von Gene-editing mittels CRISPR/cas9. (Lest bitte selbst nach, was das ist – einfach Googeln).

Auch wenn die bisheriger Entwicklung der Menschheit gezeigt hat, dass sie in der Lage ist, aus jeder neuen (technischen) Möglichkeit zunächst einmal eine maximal mögliche Katastrophe zu machen, will ich diesen Teil der Betrachtungen, also jede Form denkbarer Kriege, Verbrechen, ethnischer Säuberungen etc. durch Gene-editing zunächst außen vor lassen.

Auch die Tatsache, dass wieder einige ungebildete Konservative glauben werden, sie könnten Gene-editing verbieten oder sonstwie verhindern, werde ich hier außen vor lassen. Wenn ihr zu denen gehört, die das glauben, denkt oder lest kurz nach. Jeden nicht all zu dummen Gedankengang dazu werde ich gerne in den Kommentaren beantworten. Nein, auch einzelne Individuen werden auf Dauer nicht die Wahl haben, ob ihre Gene-editiert werden oder nicht.

Das „positivste“ denkbare Ergebnis von Gene-editing wird entsprechend die Ausrottung sämtlicher Krankheiten innerhalb der nächsten wenigen Jahrzehnte sein. Nach dem Krankheitsbedingten Tod von Menschen wird Gene-editing als nächstes den Altersbedingten Tod von Menschen verhindern. Bei diesem Gedankengang gehe ich davon aus, dass sich auf der genetischen Ebene längst erwiesen hat, dass Alter ausschließlich ein Phänomen fortschreitend mangelhafterer Zellteilung ist. D.h. die technische Möglichkeit „ewigen Lebens“ steht kurz bevor. Mit kurz, meine ich wenige Jahrzehnte. Die Probleme aber werden wesentlich früher beginnen.

1. Rente

Bereits eine kurzfristige Erhöhung der Lebenserwartung um wenige Jahre (10?) durch Gene-editing wird sämtliche finanzmathematischen Modelle kippen, die heute unserer Altersvorsorge zu Grunde liegen. Rente – egal ob staatlich oder privat finanziert wird lange vor 2050 abgeschafft werden. Wer „ewig lebt“, wird ewig arbeiten müssen. Dass er gesund genug sein wird, um ewig arbeiten zu können, wird aus diesem Szenario vorläufig ein wenig den sozialen Druck herausnehmen. Dennoch müssen wir uns bereits heute damit befassen, wann der Zeitpunkt gekommen sein wird, Renten abzuschaffen und die Reintegration ins Arbeitsleben der dann bereits bestehenden Rentnergeneration anzugehen. Und damit meine ich vor allem, wir müssen die rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen und die Menschen darüber aufklären, dass es dazu kommen wird. Wer heute unter 40 ist, wird kein nennenswertes Rentnerdasein mehr erleben.

2. Recht auf Geburt

25.000 Menschen sterben aktuell in Deutschland pro Jahr durch Unfälle. Wir müssen davon ausgehen, dass Gene-editing Unfälle über kurz oder lang zur einzigen Todesursache machen wird. Aktuell gibt es in Deutschland ca 800.000 Geburten pro Jahr. Das bedeutet im „Endstadium“ (ewiges Leben) von Gene-editing einen jährlichen Überschuss von über 775.000 Menschen pro Jahr alleine in Deutschland. Die daraus entstehende Überbevölkerung wird binnen kurzem nicht hinnehmbar sein. D.h. wird werden nur noch wenigen Menschen (nach heutigem Stand bestenfalls 25.000 pro Jahr) das Recht auf Geburt einräumen können. Wann wollen wir die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen. Wann die Philosophischen Grundlagen? 97% aller heutigen Geburten müssen zukünftig verhindert werden. Durch Zwangssterilisation? Durch massenhafte Abtreibung?

3. Recht auf Tod

Gene-editing wird menschliche Körper bei ewiger Jugend unsterblich machen. Doch für welche maximale Lebenserwartung ist eigentlich die menschliche Psyche die menschliche Seele bereit? Wann werden die ersten 100 jährigen im wahrsten Sinne des Wortes des Lebens müde sein und entscheiden wollen bei bester Gesundheit und Jugend zu sterben? Können wir das hinnehmen? Im Sinne der vorhergehenden Überlegungen zur Überbevölkerung wäre es vielleicht nicht schlecht, Menschen das Recht auf selbstbestimmtes Sterben einzuräumen. Aber mit zunehmendem Alter wird ein Gene-editierter also gesunder und jugendlicher Mensch für die Gesellschaft immer wertvoller werden. Sein sprichwörtlicher Erfahrungsschatz wird ihn „unverzichtbar/unbezahlbar“ machen. Oder anders ausgedrückt, die Gesellschaft wird sich nicht erlauben können einfach allen lebensmüden Alten das Sterben zu erlauben. Wenn wir es nicht „allen“ Alten erlauben können, wie wird das Recht auf Sterben erworben werden können?

4. Recht auf Bildung

In der Vergangenheit mit einem zeitlich begrenzten menschlichen Leben und entsprechenden Alterserscheinungen bzgl. der Lernfähigkeiten, war Bildung einer kurzen Phase in der Jugend vorbehalten. Schon in den jetzt vergangenen Jahrzehnten verlangte der Arbeitsmarkt von Menschen „lebenslanges Lernen“. Durch die altersbedingt abnehmenden Lernfähigkeit (bzgl. bestimmter Inhalte zumindest) wurde das immerhin bisher noch begrenzt. Ein Gene-editierter Mensch hingegen wird zukünftig für immer in gleicher Wiese jung und lernfähig sein. Was zunächst wie ein Segen klingt: keine dummen Menschen mehr, wird bei genauerer Betrachtung schließlich zum Fluch werden. Jeder wird zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben beliebig viel Zeit haben, um beliebige Lerninhalte aufzunehmen. Eine Menschheit, die spätestens in 100 bis 200 Jahren nur noch aus Individuen mit Universalbildung auf professoralem Niveau bestehen wird, dürfte mit bisherigen Gesellschaftssystemen nicht in Einklang zu bringen sein. Immerhin beruhen all diese Gesellschaftssysteme immernoch (trot Demokratie) auf Hierarchien. Im demokratisch verfassten Kapitalismus des 21. Jahrhunderts, werden die Hierarchien vor allem durch Kapital einerseits und Bildung andererseits geschaffen. In einer Gesellschaft, in der jeder, zu jedem Zeitpunkt beliebige Bildung beliebiger Qualität erwerben kann und gleichzeitig beliebig lange Kapital ansammeln kann, dürften diese Hierachien zerfallen. Ist also der Anarchismus für eine solche Gesellschaft das einzig mögliche Sozialsystem? Wo sind die Philosophen, die Sozialsysteme für eine solche Gesellschaft entwickeln? Werden wir jedem erlauben, jegliche Bildung und in jeder beliebigen Reihenfolge zu erwerben? Welche Bildung wird vorrangig zu erwerben sein? Wieviel Bildung werden Menschen überhaupt erwerben dürfen? s.u.

5. Recht auf Arbeit

Durch immer intelligentere Maschinen schaffen wir aktuell die Mehrzahl aller klassischen Berufe ab. In der gleichen Zeit werden wir (s.o.) Rentnern wieder erlauben müssen, durch Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen – sie ins Arbeitsleben reintegrieren müssen. Aber welche Arbeit soll das dann noch sein? Die Antwort der Zeit vor Gene-editing war: „Sozialberufe“. Da waren vor allem Alten-/Krankenpflege einerseits und andererseits Kindererziehung (Kindergarten, Schule, Sportvereine) gemeint. Mit Gene-editing werden auch diese Berufe über kurz oder lang der Vergangenheit angehören. Pflegebedürftige Alte oder – Kranke wird es nicht mehr in nennenswertem Maß geben. Kinder (s.o.) wird es nicht mehr in nennenswertem Maß geben dürfen. Was also sollen die Menschen arbeiten? JA, Nahrung wird ein Problem werden. Aber wie wollen wir Universalgelehrte auf professoralem Niveau dazu bringen in der Landwirtschaft zu arbeiten. Zumal auch dort durch Gene-editing von Pflanzen und Tieren einerseits und immer intelligentere Maschinen (bis hin zu Nanorobotern, die jede einzelne Pflanze und jedes Tier versorgen) andererseits binnen kurzem keine Arbeitsplätze mehr existieren dürften. Psychotherapie? Wie viele mehr Menschen als heute werden durch ewiges Leben psychisch krank werden? Werden sich psychische Krankheiten nicht ebenfalls weitgehend mittels Gene-editing verhindern oder gar beseitigen lassen? Wird Psychotherapie und vor allem Psychiatrie der eine, wesentliche Beruf der Zukunft werden?

6. Recht auf körperliche Unversehrtheit / Individualität

Edititerte Gene sind nicht im eigentlichen Sinn Genmanipulationen. Nichts unterscheidet sie im lebenden Organismus von zufälligen Mutationen. Bleiben wir beim positivsten möglichen Szenario. Nehmen wir an Gene-editing wird ausschließlich zur Verbesserung der Menschlichen Gesundheit eingesetzt werden. Dann werden wir uns nicht mehr erlauben können, dass Menschen körperlich krank werden. Wir werden uns körperlich Kranke Menschen in unserer Gesellschaft schlicht nicht mehr leisten können. Wenn jede Krankheit mit einem Gene-edit zu beseitigen sein wird, wird es ein Recht auf körperliche Krankheit für die Mehrzahl der Menschen nicht geben können. Die Mehrzahl der Menschen wird sich körperliche Krankheit, die durch Gene-editing zu beseitigen ist, einfach nicht leisten können. Ein Gene-edit bei bestehender körperlicher Krankheit wird also früher oder später für jeden zur Pflicht werden.

Das Recht auf körperliche (Un-)Versehrtheit ist damit bereits heute – in eben jenem Jahr in dem gezieltes Gene-editing möglich wurde – in einer absehbaren Zukunft beerdigt. Ändern wir also gefälligst unser Grundgesetz dahingehend, bevor wir Fakten schaffen und sie erst nachträglich ins Gesetz schreiben.

Durch Gene-editing wird jede einzelne Zelle des lebenden menschlichen Organismus veränderbar. Heute bereits verändern sogen. Gene Hacker damit ihre eigenen Zellen. Irgendwann wird klar werden, dass es „infektiöse“ Gene-edits gibt. D.h. bestimmte Gene-edits werden nicht im Körper des Individuums verbleiben, in dem sie vorgenommen wurden. Ähnlich wie bei jeder Virusinfektion, nein schlimmer ähnlich wie bei BSE werden sich bestimmte Gene-edits nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern zusätzlich über die Nahrungskette in jeden einzelnen Menschen manifestieren.

Selbst wenn wir im bestmöglichen Szenario bleiben, in dem Gene-edits ausschließlich Gesundheit verbreiten, wird mit dem schwindenden Recht auf Krankheit und der Möglichkeit der infektiösen Übertragung von Gene-edits über kurz oder lang kein genetisch individueller Mensch mehr existieren. Binnen weniger Jahrhunderte werden sich bestenfalls wenige, schlimmstenfalls eine einzige durch Gene-editing optimierte menschliche DNA in den ewig lebenden Individuen manifestieren.

So, jetzt geh ich wieder schlafen. Warum nur fällt mir Aldous Huxley ein?

Written by emden09

23.12.2017 at 06:24

Fasten 17/40

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Sport

Wow, damit hatte ich jetzt nicht gerechnet. Meine Pulsfrequenz ist heute morgen immernoch deutlich erhöht.Aber der Reihe nach.

Wie gestern bereits angekündigt habe ich mich nach mehr als 14 Tagen  Fastenzeit  zum ersten Mal wieder an Sport gewagt. Ernährungsprogramm an diesem Tag bis zum Lauf (Beginn ca 18:15) bestand „nur“ aus einer Banane und einem Espresso auf der Fahrt von Nürnberg nach Neuss. Das macht mir bei einer geplanten lockeren Trainingseinheit normalerweise nicht wirklich viel aus.

Ich hatte mir ein leichtes Laufpensum vorgenommen, bin aber vorsichtshalber mit Brustgurt zum Messen der Pulsfrequenz gelaufen. Das war unnötig.

Das Pensum bestand aus 30 Minuten auf dem Crosstrainer (vorher 10 Minuten aufwärmen (hauptsächlich Dehnübungen) nachher 10 Minuten auslaufen auch auf dem Crosstrainer*.

Der Lauf begann im Bereich von 160 – 200 Watt bei einer Schrittfrequenz von um die 70. Das 2. Drittel lief dann im Bereich von 200 – 260 Watt gleiche Schrittfrequenz erhöhter Widerstand (Bremse). Schließlich das letzte Drittel im Bereich 260-280 Watt gleichbleibende Schrittfrequenz und die letzte Minute ein Endspurt im Bereich 330-350 Watt bei Schrittfrequenz < 85.

Meine Pulsfrequenz hielt sich dabei Anfangs bei 150 blieb dann bis zum Beginn des Endspurts locker unter 170. Ich muss sagen, dass ich den Messwert 206 als Spitzenwert während des Endspurts auf Ungenauigkeiten der Messmethode (Brustgurt) zurückführe. Schließlich müsste einem Mann über 50 bei einer solchen Pulsfrequenz das Herz explodieren, wenn man diversen Sportmedizinern Glauben schenken darf. Auch ein „Nachmessen“ der Pulsfrequenz unmittelbar nach dem Endspurt (Pulsfühlen und Blick auf die Uhr) ließ nicht auf mehr als Puls 180 schließen.

Die Überraschung

Nun aber beginnt die Überraschung. Der Puls wollte nicht wieder richtig runter. Während des Cooldown bin ich gewöhnt innerhalb 3 Minuten unter Puls 100 zu sein und nach 10 Minuten unter Puls 80. Dieses Mal blieb der Puls „bösartig“ 😉 bei ca. 130 stehen (auch die Nachmessung w.o.) ergab keinen wesentlich anderen Wert.

Aber „schlimmer“ noch nach dem Duschen (da bin ich normalerweise wieder bei einem fast-Ruhepuls von unter 60) war der Puls weiter bei um die 85. Das bliebt den ganzen Abend so. Auch als ich ca 1,5 Stunden nach dem Training etwas gegessen hatte und schon wieder auf dem Sofa saß: immernoch Puls um 75. Heute früh dann beim Aufwachen (Normalpuls unter 50) lagen immernoch 64 an. Trotz eines kleinen Frühstücks (große Conference Birne) hat sich daran bisher nichts geändert.

Die Physios mit denen ich gesprochen habe führen das auf den erhöhten Streß zurück, den der Körper beim Wiederauffüllen der Glykogenspeicher aus hauptsächlich (Eigen-) Fettverdauung hat. Ok. Überraschungen beim Zuckerentzug hatte ich ja erwartet. Wenn auch letzte Woche und ohne Sport.Ich fühle mich nicht schlecht und der Blutdruck bewegt sich in den üblichen Grenzen. Wenn auch die Diastole mit 75 leicht unter den sonst gemessenen 80-85 liegt.

Ich beschließe also, das gemessene jetzt erstmal zu ignorieren. Mein Körpergefühl meint nämlich: alles im grünen Bereich: ohne jeglichen Muskelkater (gefördert durch einmal Magnesium 375 mg direkt nach dem Trainng und der gleichen Dosis heute früh). Die erhöhte Pulsfrequenz (aktuell um die 65) fällt eigentlich gefühlsmäßig kaum auf. Alles wie erwartet. Lockere Trainingseinheit, locker weggesteckt. Lediglich die „Vermessung der Welt“ hat einen kleinen Knacks abbekommen 😉

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*hier wurde ein Proxomed-Gerät verwendet (nicht wg Werbung sondern wg. Vergleichbarkeit erwähnt)

 

Written by emden09

12.02.2016 at 10:00

Fasten 16/40

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Wrap up

Die letzten Tage verliefen seit Fasten 7/40 weiterhin unspektakulär. Von der angekündigten schrecklichen zweiten Woche habe ich nicht viel gespürt.

Die größten Versuchungen entstehen eigentlich durch Mitmenschen, die sich mit einer Tüte Chips neben mich aufs Sofa fletzen oder eine leckere Pizza als Abendbrot verspeisen.

Ich habe für mich einige Produkte gefunden, die ich ohne weiteres einkaufen und essen kann (siehe vorhergehende Berichte). In unterschiedlichen Kombinationen ergeben sich daraus leckere Gerichte. Die Liste der möglichen Produkte erweitert sich langsam aber stetig. So sind z.B. die meisten Fischprodukte – besonders gefrorener Fisch ohne verarbeitete Kohlehydrate oder Zucker erhältlich.

Auch in den Restaurants der Umgebung, die ich meist aus geschäftlichen Gründen frequentiere ist überall was dabei, das dazu einläd verspeist zu werden ohne das Fasten-„Gelübde“ (keine verarbeiteten Kohlehydrate und Zucker, kein Alkohol, keine Milch) zu brechen.

Reisen

Wir haben auf unserer Karnevalsflucht eine längere Reise an die Ostsee (Warnemünde und Umgebung) unternommen. Ich war sehr gespannt, wie es mit dem Fasten auf der Reise gehen würde. Normalerweise gehen wir auf Reisen gerne Abends in Restaurants essen. In diesem Fall hatten wir ein kleines Apartmenthotel gebucht, in dem wir selbst kochen konnten. Damit war die Notwendigkeit zum Restaurantbesuch nicht gegeben blieb aber als optionale Möglichkeit erhalten.

Wir kauften ein wie immer. Wenn wir auch nach einer langen Reise vor Ort in Rostock mit Hunger im Bauch einkaufen gingen und wie in solchen Fällen üblich viel zu viel für die drei Tage und Nächte kauften. Zumal wir in den Tagen an der Ostsee auch noch Freunde von Moni besuchten. Die größter Versuchung dort war keine Kekse und Süßigkeiten zum Kaffee zu nehmen und eine Bratwurst auf einem „Rock“-Konzert, die lecker duftete. Widerstand erfolgreich geleistet ;-).

Direkt im Anschluss hatte ich am Mittwoch eine dienstliche Routine-Reise zum Stammtisch nach Nürnberg anzutreten. Auch hier überstand ich die hinfahrt mit 2 Bananen, einer Flasche Wasser (ohne Kohlensäure) und 1-2 Espresso unterwegs ganz gut.

Abends allerdings hatte ich einen Hunger. Da ich auf die üblicherweise zum Stammtisch gereichte Vorspeise Knoblauchbrot mit verschiedenen Belägen verzichtete, hatte ich dann zum Hauptgang einen Bärenhunger und verspeiste ein richtig großes Steak zuzügliche Feldsalat mit Speckwürfeln und Garnelen. Zum Abschluss noch ein doppelter Espresso. Dann war ich gut gesättigt.

Auf der Rückreise fiel mir dann übel auf, dass man gerade auf sogen. Autohöfen zwar prima tanken kann. Ein Einkauf von Essbarem ohne verarbeitete Kohlehydrate oder Zucker hingegen ist quasi unmöglich. Statt frischem Obst gibt es Tonnenweise Süßigkeiten und an mindestens drei verschiedenen Stellen (Tankstelle, Burgerbraterei und Bäckerei) Gebäck. That’s it. Also nicht nur deutsche Einkaufszonen sind mit Kohlehydratdealern (aka Bäcker) völlig überfüllt sondern auch Autohöfe. An einer Raststätte mit SB-Restaurant hingegen erstand ich zwei Stunden nach der Abfahrt und dem frustriernden Tankbesuch auf dem Autohof die letzten drei Bananen (außer denen gab’s auch hier nur Äpfel und Orangen zu kaufen).

Heute Abend werde ich mich dann zum ersten Mal nach 14 Tagen wieder an Sport wagen. Ich lasse es aber langsam angehen. Aufwärmen + 30 Minuten Crosstrainer mit mittlerer Belastung (Puls < 170) und 5-10 Minuten auslaufen wird es wohl werden.

noch vielmehr Fallen

Kapselkaffees wie wir sie im Büro anbieten (hier Dolce Gusto) enthalten Zucker auch wenn ungesüßt drauf steht. Besonders dreist und fast schon eine Klage des Verbraucherschutzes gegen Nestle wert ist der „Latte Macchiato ungesüßt„. Dieser enthält pro 100g gleich mal 27,8 g Zucker. Zum Vergleich normale Milch enthält bis zu 5,5 g Zucker (Weihenstephan/Landliebe) und auch da hatten wir beim letzten Mal schon erörtert, dass die wohl gezuckert wird. Eine normale Milch hat um die 3g Zucker (vermutlich Laktose). Das heißt der „ungesüßte“ Latte Macchiato von Nestle enthält ungefähr die neunfache Menge Zucker. Ich find’s dreist und wundere mich, dass die Verbraucherverbände hier nicht längst vorgegangen sind.

Und weil wir gerade bei Nestle sind: auf unserer Karnevalsflucht wollten wir fürs Hotelzimmer mal wieder löslichen Kaffee kaufen. Instantkaffee der Marke Nescafe enthält in allen Geschmacksrichtungen Zucker in Massen mindestens 3%  z.T. bis zu 6% des Inhaltes einer Verpackung sind Zucker. Sämtliche anderen Anbieter von Instantkaffee deklarieren, Inhaltsstoff seien ausschließlich gefriergetrocknete Kaffeebohnen. Nestle hingegen wirbt auf seiner Website mit „Das Geheimrezept von Nescafe„. Das besteht offensichtlich im wesentlichen aus Zucker und gefriergetrocknetem Kaffee. Auf eine Anfrage warum man Kaffee Zucker beimische reagierte Nestle in typischer Großkonzern Großkotzigkeit gar nicht.

Süßstoff! Fast alle festen Süßstoffprodukte (Tabletten, Streusüßstoffe) enthalten Zucker. Am schlimmsten ist die Stevia Zubereitung, die wir im ReWe fanden mit über 60% Zucker (> sechzig Gramm auf 100g, kein Tippfehler!).

Flüssige Süßstoffe hingegen sind z.T. Kohlehydrat- UND Zuckerfrei erhältlich allerdings m.E. deutlich schwerer zu dosieren.

Fasten 7/40

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Heute vor einer Woche habe ich zuletzt Lebensmittel gegessen, die industriell verarbeitete Kohlehydrate und Zucker beinhalten. Das soll nach meinem Plan noch weitere 4,5 Wochen so bleiben. Dann ist meine persönliche Fastenzeit um. Wer mehr wissen möchte blättere Bitte zurück:

Fasten 1/40 

Fasten 2/40 

Fasten 3/40 

Wrap up

Um es vorweg zu nehmen, die Blogbeiträge 4/40 – 6/40 gibt es nicht. Soviel ist einfach nicht zu berichten.

Die letzten Tage waren ziemlich unspektakulär. Ein erholsames Wochenende. Spontane Besuche von lieben Freunden und Verwandten. Mit jeweils sehr gemütlichen Abenden. Ein kleiner Sonntagsausflug nach Liege/Lüttich um den dortigen ICE-Bahnhof zu fotografieren. Ein sehr arbeitsreichen Montag.

Mit Sport halte ich mich immernoch schwer zurück. Immerhin habe ich mehr als ernst zu nehmende Warnungen vor der zweiten Faste-Woche, die morgen beginnt.

Fallen

Am Samstag hatten wir endlich mal Zeit gemeinsam einkaufen zu gehen. Wir haben uns viel Zeit genommen – besonders in der Kühlabteilung des Supermarktes so viele Produkte wie nur möglich anzusehen. Fazit: beim real,- gibt es dort so gut wie KEINE Produkte ohne Zucker. Saure Sahne, Naturjoghurt (auch und gerade „Bio“-Produkte), Buttermilch alle mit Zucker.

Besonders bzgl. Naturjoghurt erklärte uns ein lieber Mensch, dass wohl die vom Verbraucher erwartete „stichfeste“ Konsistenz den Zusatz von Produkten notwendig mache, die Zucker enthalten. Wer selbst einmal Joghurt angesetzt hat weiß schließlich auch, dass dieser völlig anders schmeckt, als ein Naturjoghurt aus dem Einzelhandel und eben auch eine völlig andere Konsistenz hat.

Interessanter Weise ist es auch bei der Milch so, dass die Markenprodukte wie Landliebe, Weihenstephan etc einen besonders hohen Zuckeranteil beinhalten > 5g auf 100ml. Während Noname-Produkte und „Hausmarken“ der jeweiligen Supermarktkette beim Zuckeranteil ca. 40% darunter liegen also bei > 3g auf 100 ml. Und auch hier sind Bio-Produkte aber auch Sojamilch wieder ganz vorne mit dabei.

Pflanzliche Bratfette enthalten ebenfalls Zucker. Nicht weil die Ausgangsstoffe Zucker enthalten sondern angeblich aus „geschmacklichen Gründen“. Diese „geschmacklichen Gründe“ scheinen aber nur für Produkte des Markenherstellers Unilever wie Rama, Becel etc zu gelten. Das Bratfett der real Eigenmarke ist lt. Deklaration auf der Verpackung zuckerfrei. „Geschmackliche Unterschiede“ konnten wir nicht feststellen.

Nahezu sämtliche Wurstprodukte bis auf eine oder zwei Salamisorten enthalten Zucker. Witzig: Bacon enthält keinen Zucker!

Natürlich enthält auch Rahmspinat Zucker. der von Iglo natürlich wieder fast 50% mehr als der Spinat von der NoName-Hausmarke des Supermarktes.

Und neu auf dem Index „trocken eingelegte schwarze Oliven – Facon Grecque“ von Dittmann MIT Zucker – WTF?


 

Tag 7/40

Der Gürtel passt inzwischen ungefähr genau so locker in das dritte Loch, wie noch vor einer Woche in das zweite. Ich denke allerdings eine unabhängige Messung des Bauchumfanges hätte max 1,5 – 2cm weniger ergeben und nicht die durch den Gürtel suggerierten 2,67 cm. Übrigens eine meiner interessanten Erfahrungen beim Abnehmen in der Vergangenheit: Bequeme, weite Kleidung verleitet dazu mehr zu essen, als Kleidung, die von der Größe her passt. Das sprichwörtliche „Gürtel enger schnallen“ hilft also heute wie damals. Damals beim sparen, heute beim Abnehmen 😉

Frühstück

Zum Frühstück gibt es heute einen Smoothie (Heißwasserauszug) aus einer Banane, einer Kiwi und einem schönen großen Stück Ingwer.

Mittagessen

Zum Mittagessen bin ich eingeladen. Ich esse einen großen gemischten Salat mit Putenstreifen und Champignons. Dressing: Essig und Öl sowie Salz und Pfeffer. Als Nachtisch einen Dopio Espresso mit Süßstoff.

Training

Ich hätte heute verdammte Lust mal wieder ein bisschen laufen zu gehen. Vielleicht nur 30 Minuten auf dem Laufband oder Crosstrainer. Aber wenn’s mir dann morgen mies geht weiß ich nicht, ob der Zuckerentzug vielleicht ohne Training weniger dramatisch gewesen wäre. Also reis ich mich zusammen und mach nix dergleichen. Ein 7-Minuten Workout am morgen muss genügen.

 

Fasten 3/40

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Gestern (Fasten 2/40) Abend entstand dann im Supermarkt beim Einkaufen eine Liste von Lebensmitteln, die keine industriell verarbeiteten Kohlehydrate und Zucker enthalten. Ich gestehe, ich bin so naiv mich hier auf die Herstellerangaben auf der Verpackung zu verlassen. Denn zum einen fehlen mir eigene Möglichkeiten, die gekauften Produkte zu analysieren. Zu Zweiten aber wären gefälschte Herstellerangaben (ala VW) in dem Fall ja auch ein Fall für die Behörden, die sich mit Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz befassen.

Ein Backleberkäse bei ReWe z.B. enthält im Gegensatz zu den schon fertig gebackenen und verpackten Scheiben beides nicht.

Dankenswerter Weise gibt es sogar Käse (in dem Fall ein Emmentaler und ein Gouda) die ohne Kohlehydrate und Zucker daherkommen.

Eine Instant-Gemüsebrühe von Maggi, die weniger als 0,1g Kohlehydrate auf 100ml Suppe und 0,0g Zucker auf 100ml Suppe hat, habe ich auch gefunden.

Eine ungarische Salami, die von sich behauptet mit 0,0 g Kohlehydraten und 0,0g Zucker daherzukommen.

Wir werden also aus dem Fasten keine vegetarische, vegane oder Paleo Diät machen müssen. Puh! Schwitzt!

neu entdeckte Fallstricke

Es gibt bei ReWe keinen Natur-Joghurt den ich gefunden hätte ohne Zucker. Das selbe gilt für Camembert und sämtliche Sorten rohen Schinken. Der Serrano, den wir neulich Abend hatten, war scheinbar aus dem real,-  Das werde ich heute Abend nochmal verifizieren. Schließlich fand ich sogar im Earl-Grey-Tee von Teekanne lt Herstellerangaben was? RISCHTISCH: Zucker.

Unsere liebe Freundin @Thalestria merkt dazu an

Angeregt durch @emden09 s Fasten hab ich ein bisschen recherchiert: in industriell verarbeiteteten LM ist fast immer Lactose zugesetzt. Was u.a. daran liegt, dass Milchpulver gern als Füllmittel und Zusatz beigefügt wird und da ist natürlich Milchzucker drin. Echt spannend! @emden09

 

Abendessen

Nein, ich habe das von der Einkaufsliste nicht alles gegessen. Das Abendessen bestand aus ein paar frisch geschälten Erdnüssen und eben 1,5 Scheiben von diesem Backleberkäse.

Die Nacht

Die Nacht war unspektakulär. Wobei ich gegen 5:14 wach war und bis zum Aufstehen um 7:14 nicht mehr wirklich das Gefühl hatte nochmal richtig eingeschlafen zu sein. Aber da irrt man sich ja auch mal – dann und wann.


 

Tag 3 / 40

Frühstück

Zum Frühstück gab’s wieder eine Banane und eine Tasse schwarzen Tee ohne alles

Sport / Mittagessen

Um 13:40 hatte ich Powerplate inkl. 20 Minuten aufwärmen davor. Und 20 Minuten Duschen danach (Belohnung muss sein 😉

Bis jetzt 17:30 hatte ich seitdem keinen Hunger, also hab ich nix weiter gegessen. Obwohl noch ein paar Banane und Möhrchen im Kühlschrank auf mich warten.

Es war hier allerdings bis grade auch ziemlich stressig. Ein neuer Linux-Server (Qemu-kvm) wollte nicht so, wie ich wohl wollte. Das mussten wir beide dann erstmal binär „ausdiskutieren“. Tipp: Bossmode! Viel hilft viel 😉

Provokationen?

Einige KolegInnen lesen offenbar mein Blog und wollen es genau wissen. Seit heute liegen in der offenen Pantry-Küche im Büro auffallend häufig offene Schokolade, Kekse, Waffelröllchen, offenes Weingummi etc. rum. Ja. Normalerweise würde ich da einfach mal so im Vorbeigehen zugreifen. Aber doch nicht heute! Leute? Es ist erst der Dritte Tag!

 

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