emden09

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„Obacht, Hype!“ – Wenn Sensationen Fakten verdrängen

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Deine Darstellung ist sehr interessant. Die kritische Betrachtungsweise freut mich. Ein sehr guter und empfehlenswerter Artikel.

Am Ende aber bleibt mir eine Frage. Wir schließen aus heute analysierter DNA auf das Geschlecht einer Person?

Wenn ich die von Dir gezeigte Abbildung richtig deute, wurden in dem BJ 581 Grab auch Knochen der bestatteten Person gefunden. Waren die dabei gefundenen Beckenknochen so uneindeutig, dass sie vor dem DNA-Test als „männlich“ durchgehen konnten?

Worauf ich hinaus will: Wieso gehen wir heute so selbstverständlich davon aus, dass Personen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen (bei gleichzeitig eindeutiger DNA!) in früherer Zeit (Wikinger) seltener waren als heute?

Oder anders herum gefragt: Gerade wenn typisch „weibliche Grabbeigaben“ (Fibeln etc.) fehlen und die Knochen zunächst als männlich klassifiziert wurden liegt für mich die Frage nah, ob es sich nicht um eine Person mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen gehandelt haben könnte. Und: ja, die Beantwortung diese Frage führt nur zu weiteren Spekulationen. Die Möglichkeit der Existenz solcher Personen allerdings von vornherein auszuschließen, macht eine kritische archäologische Auseinandersetzung nicht einfacher.

Written by emden09

19.10.2017 um 11:02

Veröffentlicht in Allgemein

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