emden09

nie angepasst

Vergewaltigung, Mord, Freiburg

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Ich möchte gerne unten eingefügter Videobotschaft Christian Streichs, des Trainers des SC Freiburg noch einen Gedanken hinzufügen. Oder wie Ihr mich kennt vielleicht auch zwei.

Was mich gerade besonders umtreibt, ist wie Nazis und rechter Pöbel unter Zustimmung einer schweigenden „bürgerlichen“ Mehrheit mit dem Mord an Maria L. aus Freiburg und der vorhergehenden Vergewaltigung umgeht.

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Wow, nun muss ich als kleine nachträgliche Ergänzung feststellen, dass ich zum ersten Mal im Leben mit Christian Pfeiffer einer Meinung bin (wird der Mann etwa altersweise?)

Laut polizeilicher Kriminalstatistik (also ohne Berücksichtigung von Dunkelziffern usw.) gab es am selben Tag statistisch betrachtet in Deutschland acht (8!) weitere Tötungsdelikte („Straftaten gegen das Leben“) davon vier weitere „Morde“. Tatverdächtig waren dabei in sechs Fällen Deutsche und in zwei Fällen (einer davon in Freiburg) „nicht Deutsche“. In jeweils 1-2 Fällen könnten Frauen die Täterinnen gewesen sein in  den restlichen Fällen Männer.

Aus der selben Quelle können wir entnehmen, dass es am selben Tag statistisch betrachtet 126 „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ davon 34 unter Gewaltanwendung und 19 als „Vergewaltigung“ eingestufte gab. Tatverdächtig und später als Täter überführt waren in weit über 90% aller Fälle Männer. Bei den Sexualmorden (Morde im Zusammenhang mit Sexualdelikten) führen übrigens deutsche Männer (jährlich) mit zehn zu eins gegen nichtdeutsche Tatverdächtige!

Sitzen wir jetzt also dem geistigen Kurzschluss auf, den Nazis von AfD, Pegida und „besorgten Bürgern“, rechtem Pöbel aus CDU und CSU und der „schweigende bürgerliche Mehrheit“ vertreten? Die „Logik“, dass ein afghanischer Tatverdächtiger Vorurteile und Vorverurteilungen aller Menschen, die aus Afghanistan zu uns kommen rechtfertige. Was gilt dann für Männer?

Ja, richtig, ich lasse völlig außer acht, dass kein Tatverdächtiger“ schon ein überführter „Täter“ ist. Das obwohl uns ein Fall wie der von Jörg Kachelmann lehren sollte, dass jede Vorverurteilung von Tatverdächtigen erhebliche Gefahren für die Beurteilung der geistigen Zurechnungsfähigkeit (und Reputation) derjenigen mit sich bringt, die zu solchen Vorverurteilungen neigen.

Gerade der stern, der seine Vorverurteilung eines aus Afghanistan eingereisten Tatverdächtigen zum Anlass nahm, die tagesschau anzugreifen hat mit den „Hitlertagebüchern“ bereits einmal gezeigt, wie es um die geistige Zurechnungsfähigkeit seiner offenbar krankhaft Sensationsgeilen Redakteure bestellt ist. Ausgerechnet dieses Drecksblatt schließt sich jetzt der rechten Hetze an? Pfui!

Ich habe NULL (in Ziffern: 0) Verständnis für jeden, der so undifferenziert denkt (und handelt), wie die Redaktion des stern. Ebenso wenig Verständnis habe ich für alle, die sich der „tagesschau-Kritik“ in diesem Fall anschließen. Ich kann dagegen einer feministischen Richtung, welche die rechte Ausländerhetze zum Anlass nimmt, (wenn auch oft scherzhaft verpackt) mit der selben Logik „Ausweisung aller Männer“ zu fordern, nicht viel entgegensetzen, das einen Gedanken wert wäre. Außer eben das was der rechten „Logik“ insgesamt entgegenzusetzen ist – die Unmenschlichkeit!

Dass eine Mehrzahl aller Menschen in diesem Land zu einer solch einfachen, logischen Kette nicht all zu komplexer Gedanken nicht mehr fähig scheint, lässt mich an eine Seuche glauben. Solltet Ihr also so denken, wie Afd, Pegida, „besorgte Bürger“, CDU/CSU, stern,m „schweigende bürgerliche Mehrheit“ & Co. lasst Euch doch bitte dringend auf geistige Gesundheit untersuchen. Auch auf die Gefahr hin, dass Therapieplätze in Zukunft noch schwieriger zu bekommen sein werden als heute schon.

 

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Written by emden09

09.12.2016 um 16:16

4 Antworten

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  1. Die PKS ist nicht unbedingt die beste Quelle für das, was du belegen möchtest. Nehmen wir als Beispiel die Silvesternacht von Köln aus dem vergangenen Jahr. Hier hat der kulturelle Hintergrund mutmaßlich eine große Rolle gespielt. Man kann zumindest nur schwer erklären, warum in einer Stadt, in der mehrheitlich Deutsche leben das Täterprofil aber zu über 90 Prozent aus Zuwanderern aus dem nordafrikanischen Raum bestand. An den Taten sollen mehrere hundert Männer beteiligt gewesen sein. In der offiziellen Statistik werden aber nur wenige, nichtmal ein Dutzend auftauchen, da kaum Täter ermittelt wurden. Das heißt, dass wenn die Statistik in den kommenden Monaten veröffentlicht wird, in der Kategorie sexuelle Übergriffe kaum Ausländer aufgeführt werden – entgegen der tatsächlichen Entwicklung. (Ich rede hier nur von der Silvesternacht)

    Auch wird nicht der Migrationshintergrund festgehalten. Mit dem Erhalt des deutschen Passes verschwindet auch die Möglichkeit der Differenzierung. Insofern ist es nur schwer zu sagen, ob sexuelle Übergriffe durch kulturelle Unterschiede begünstigt werden oder nicht.

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    blogfrei

    03.01.2017 at 00:31

    • Der Reihe nach. Zunächst einmal sind Menschen, die so argumentieren wie Du, das beste Beispiel für das, was es zu belegen gilt. Wer, wie Du, munter Begriffe wie „Täter“ einerseits“ und „Tatverdächtiger“ andererseits durcheinander wirft, neigt offenbar insbesondere zu zwei Geisteshaltungen. Erstens: Du liebst Deutschland nicht, denn Du achtest unsere Werte (Grundgesetz) und Gesetze (hier z.B. Unschuldsvermutung) nicht. Zweitens: Du bastelst Dir Deine Realitäten gerne selbst. Welche „Fakten“, wenn nicht die PKS möchtest Du denn zur Beurteilung von Kriminalität gerne heranziehen? Ich weiß, der Begriff auf den Du hinauswillst lautet „Dunkelziffer“.

      Es widersprich allerdings jeder Logik, zu glauben die Dunkelziffer bei „nicht deutschen“ Tatverdächtigen könne aus irgendeinem Grund höher sein, als die Dunkelziffer bei Deutschen Tatverdächtigen. Im Gegenteil dürfte z.B. die Kumpanei großer Teile der ostdeutschen Polizei, die z.B. in Clausnitz hunderte Deutsche Tatverdächtige (gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Landfriedensbruch, Beleidigung, Sachbeschädigung, Körperverletzung usw.) laufen lässt, eher dafür sprechen, dass Deutsche Tatverdächtige speziell kriminelle Nazis (wie in Clausnitz) eher in der „Dunkelziffer“ verschwinden, als Nichtdeutsche Tatverdächtige. Dass Du Fakten gerne negierst machst Du aber andererseits schon mit all Deinen verschwurbelten Vermutungen: „Sollen beteiligt gewesen sein“ klar. Solche „Vermutungen“ sollen mehr belegen als die PKS. Du machst Dich lächerlich.

      Aus meiner Sicht stellst Du Dich mit dieser Geisteshaltung in die Ecke der AfD- und Pegida-Nazis. Also Menschen, die „Deutschland“ ständig im Mund führen, aber auf unsere Kultur (Grundgesetz) und unsere Gesetze scheißen und gleichzeitig Fakten negieren. Mit Nazis pflege ich nicht zu diskutieren. Euch müsste man, Eurer eigenen Forderung folgend, weil Ihr „Deutschland nicht liebt“ und „unsere Kultur und Gesetze ablehnt“ m.E. ausbürgern.

      Hier dennoch soviel: Wann gilt jemand in der PKS als „Deutscher“ und wann bekommt jemand einen „Deutschen Pass“? Jemand der ein, von einer Deutschen Behörde ausgestelltes Ausweisdokument (evtl. sogar einen Deutschen Pass) erhält, gilt damit in der PKS nicht als Deutsch. Das gilt frühestens dann, wenn er – viele Jahre nach seiner Einwanderung erfolgreich seine Einbürgerung beantragt. Um die Einbürgerung erfolgreich beantragen zu dürfen, muss der von Dir sogen. Mensch mit „Migrationshintergrund“ einen Test bestehen, der ihn durchaus zwingt Begriffe wie „Täter“ einerseits und „Tatverdächtiger“ andererseits unterscheiden zu können. Im Kopf und von der Geisteshaltung ist so ein Mensch also ein gutes Stück weiter in unserer Freiheitlich demokratischen Leitkultur angekommen, als viele Deutsche – Du eingeschlossen.

      Zur Silversternacht in Köln und den Urban Legends, die sich Leute Deiner Geisteshaltung darum herum gerne stricken nur soviel: Man kann sich diese am einfachsten „erklären“, wenn man sich die sogen. „organisierte Kriminalität“ in einer Stadt wie Köln genauer ansieht. Das aber habe ich vor mehr als einem Jahr bereits mehr als deutlich erläutert und werde es hier nicht wiederholen.

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      emden09

      03.01.2017 at 06:32

      • Das ist ja interessant, was für Schlüsse du aus zwei kurzen Absätzen ziehen kannst.

        Erstens: Ich habe weder etwas von Tätern, noch von Tatverdächtigen geschrieben. Ich habe von einem Täterprofil gesprochen. Das wird in der Regel nach einer Tat erstellt und dient der der Eingrenzung der möglichen Täter auf bestimmte Personenkreise. Mehr nicht. Insofern beginnt deine Antwort schon abstrus.

        Zweitens: Die Absicht meines Kommentars war es alleine darauf zu verweisen, dass die PKS als Instrument für deine These nicht funktioniert. Das gilt übrigens auch andersherum für AfDler und so weiter. Wieso du aus dem einfachen Hinweis Schlüsse ziehst, die mit der Beschimpfung Nazi enden ist mir schleierhaft. Es war auch nicht mein Ziel, dir Alternativen zur PKS zu bieten. Nur der Hinweis, dass die PKS unzureichend ist. Die PKS zeigt weniger ein realistisches Abbild der Straftaten, sondern das Engagement bei den Ermittlungen. So kann in einem Stadtteil die Kriminalität einfach nur dadurch fallen, weil die Polizeipräsenz abnimmt.

        Du schreibst doch selber, dass du vermutest, dass Polizisten voreingenommen sind und daher ein Teil der rechten Straftaten unter den Tisch fallen. Warum greifst du mich dafür an, wenn ich im wesentlichen das Gleiche sage.

        Drittens zur Dunkelziffer: Wie kommst du darauf? Ich habe lediglich das Beispiel der Kölner Silvesternacht verwendet, um die Mängel der PKS aufzuzeigen. Weder habe ich behauptet, dass das Beispiel zu verallgemeinern ist, noch das Ausländer krimineller seien. Interessant ist natürlich, dass du anschließend genau das tust, was du mir unterstellst.

        Du schreibst:

        „Im Gegenteil dürfte z.B. die Kumpanei großer Teile der ostdeutschen Polizei, die z.B. in Clausnitz hunderte Deutsche Tatverdächtige […] laufen lässt, eher dafür sprechen, dass Deutsche Tatverdächtige speziell kriminelle Nazis (wie in Clausnitz) eher in der „Dunkelziffer“ verschwinden, als Nichtdeutsche Tatverdächtige.“

        Zunächst sind es keine kriminellen Nazis, sondern Tatverdächtige – oder? 😉

        Was für Belege hast du denn für deine Behauptung? Oder anderes gefragt: Warum glaubst du aus Vermutungen heraus und einzelnen Ereignissen, darauf schließen zu können, dass die PKS generell kriminelle Nazis wegen Kumpanei bevorzugt bzw. unter den Teppich fallen lässt?

        Wenn du ernsthaft an einer schlüssigen Argumentation interessiert bist, solltest du in Zukunft versuchen, Lücken in Daten durch andere Datenbestände zu ergänzen. Hier können die Lagebilder bzw. -berichte hilfreich sein.

        Stattdessen aber alleine auf Daten zurückzugreifen, die du selber für fehlerhaft hältst und dann Hinweise auf die Mangelhaftigkeit abzukanzeln und zu Beleidigungen überzugehen, dass zeugt von einer schlechten Debattenkultur deinerseits. Insofern bist du jenen Rechten, die du so beherzt angreifst doch näher als du denkst.

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        blogfrei

        03.01.2017 at 11:06

        • Es ist schon interessant, wie unsere AfD-Nazis dünnhäutig reagieren, wenn man – wie ich oben – sie entlarvt. Natürlich kann man Dich schon mit zwei Absätzen schnell charakterisieren. Auf der Silvesternacht 2015/2016 holen sich inzwischen nun wirklich nur noch Nazis einen runter. Weder ist eine Täterschaft von „mehrheitlich Nordafrikanern“ belegt, noch sonstiger von Dir behaupteter Unfug. Im Gegenteil hat die Kölner Polizei sehr schnell die Mehrzahl der erfolgten Anzeigen als Falschbeschuldigungen entlarvt. Ja sogar die Motivation der Falschbeschuldigerinnen wurde sehr schnell durch deren politische Gesinnung zuordenbar.

          So wie dann auch Deine politische Gesinnung als Nazi sehr schnell offenbar wird, wenn man mal ein wenig in Deinem Blog blättert. Nazi ist auch keine Beleidigung sondern eine zutreffende Charakterisierung der politischen Gesinnung, der Du, Afd, PEGIDA (ihr Kölner Ableger „Pro Köln) und „besorgte Bürger“ anhängen. Darin bin ich mir spätestens seit Mitte letzten Jahres sogar mit Netzaktivisten wie Sascha Lobo einig, welche eine solche Charaterisierung zuvor noch ablehnten.

          Wenn Polizisten Mitglieder in einer Nationalsozialistischen Partei (AfD) sind, muss man wohl nicht lange nach „offener Kumpanei“ suchen. Wenn Polizisten Pegida-Nazis über Lautsprecher „viel Erfolg“ wünschen, so dass sich der Polizeipräsident auf Drängen der Politik entschuldigen muss, ist auch hier eine klare Täterschaft und Nähe erkennbar. Dass eine solche Polizei auch die Kriminalstatistik eher zu Lasten nicht deutscher Tatverdächtiger fälscht (Stichwort „racial Profiling“) und wie in Clausnitz geschehen bei deutschen Tätern wegschaut, untermauert meine Thesen schlimmstenfalls, kann diese aber wohl kaum widerlegen.

          Bzgl. Clausnitz kann man auch keinen Falschbeschuldigungen oder Vorverurteilungen aufsitzen, weil hier Videomaterial der Taten und Tatverdächtigen vorliegt. Dennoch wurde hier nicht eine einzige Ermittlung, kein einziger Strafbefehl oder auch nur eine einzige Anklage erhoben. Nichteinmal gegen den NAZI-Heimleiter (Afd-Mitglied), der hier nachweislich Dienstgeheimnisse verraten hat wurde strafrechtlich vorgegangen. Das solche Typen nur den Arbeitsplatz verlieren, kann wohl kaum als Strafrechtliche Sanktion gewertet werden. Wenn es dennoch den Tatvorwurf mehr als untermauert. Wie bereits erwähnt diskutiere ich gewöhnlich nicht mit Nazis. Ihr seid mir dafür weder charakterlich noch intellektuell Satisfaktionsfähig. Damit ist dann hier auch für Dich EOD.

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          emden09

          03.01.2017 at 12:15


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