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Fasten 16/40

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Wrap up

Die letzten Tage verliefen seit Fasten 7/40 weiterhin unspektakulär. Von der angekündigten schrecklichen zweiten Woche habe ich nicht viel gespürt.

Die größten Versuchungen entstehen eigentlich durch Mitmenschen, die sich mit einer Tüte Chips neben mich aufs Sofa fletzen oder eine leckere Pizza als Abendbrot verspeisen.

Ich habe für mich einige Produkte gefunden, die ich ohne weiteres einkaufen und essen kann (siehe vorhergehende Berichte). In unterschiedlichen Kombinationen ergeben sich daraus leckere Gerichte. Die Liste der möglichen Produkte erweitert sich langsam aber stetig. So sind z.B. die meisten Fischprodukte – besonders gefrorener Fisch ohne verarbeitete Kohlehydrate oder Zucker erhältlich.

Auch in den Restaurants der Umgebung, die ich meist aus geschäftlichen Gründen frequentiere ist überall was dabei, das dazu einläd verspeist zu werden ohne das Fasten-„Gelübde“ (keine verarbeiteten Kohlehydrate und Zucker, kein Alkohol, keine Milch) zu brechen.

Reisen

Wir haben auf unserer Karnevalsflucht eine längere Reise an die Ostsee (Warnemünde und Umgebung) unternommen. Ich war sehr gespannt, wie es mit dem Fasten auf der Reise gehen würde. Normalerweise gehen wir auf Reisen gerne Abends in Restaurants essen. In diesem Fall hatten wir ein kleines Apartmenthotel gebucht, in dem wir selbst kochen konnten. Damit war die Notwendigkeit zum Restaurantbesuch nicht gegeben blieb aber als optionale Möglichkeit erhalten.

Wir kauften ein wie immer. Wenn wir auch nach einer langen Reise vor Ort in Rostock mit Hunger im Bauch einkaufen gingen und wie in solchen Fällen üblich viel zu viel für die drei Tage und Nächte kauften. Zumal wir in den Tagen an der Ostsee auch noch Freunde von Moni besuchten. Die größter Versuchung dort war keine Kekse und Süßigkeiten zum Kaffee zu nehmen und eine Bratwurst auf einem „Rock“-Konzert, die lecker duftete. Widerstand erfolgreich geleistet ;-).

Direkt im Anschluss hatte ich am Mittwoch eine dienstliche Routine-Reise zum Stammtisch nach Nürnberg anzutreten. Auch hier überstand ich die hinfahrt mit 2 Bananen, einer Flasche Wasser (ohne Kohlensäure) und 1-2 Espresso unterwegs ganz gut.

Abends allerdings hatte ich einen Hunger. Da ich auf die üblicherweise zum Stammtisch gereichte Vorspeise Knoblauchbrot mit verschiedenen Belägen verzichtete, hatte ich dann zum Hauptgang einen Bärenhunger und verspeiste ein richtig großes Steak zuzügliche Feldsalat mit Speckwürfeln und Garnelen. Zum Abschluss noch ein doppelter Espresso. Dann war ich gut gesättigt.

Auf der Rückreise fiel mir dann übel auf, dass man gerade auf sogen. Autohöfen zwar prima tanken kann. Ein Einkauf von Essbarem ohne verarbeitete Kohlehydrate oder Zucker hingegen ist quasi unmöglich. Statt frischem Obst gibt es Tonnenweise Süßigkeiten und an mindestens drei verschiedenen Stellen (Tankstelle, Burgerbraterei und Bäckerei) Gebäck. That’s it. Also nicht nur deutsche Einkaufszonen sind mit Kohlehydratdealern (aka Bäcker) völlig überfüllt sondern auch Autohöfe. An einer Raststätte mit SB-Restaurant hingegen erstand ich zwei Stunden nach der Abfahrt und dem frustriernden Tankbesuch auf dem Autohof die letzten drei Bananen (außer denen gab’s auch hier nur Äpfel und Orangen zu kaufen).

Heute Abend werde ich mich dann zum ersten Mal nach 14 Tagen wieder an Sport wagen. Ich lasse es aber langsam angehen. Aufwärmen + 30 Minuten Crosstrainer mit mittlerer Belastung (Puls < 170) und 5-10 Minuten auslaufen wird es wohl werden.

noch vielmehr Fallen

Kapselkaffees wie wir sie im Büro anbieten (hier Dolce Gusto) enthalten Zucker auch wenn ungesüßt drauf steht. Besonders dreist und fast schon eine Klage des Verbraucherschutzes gegen Nestle wert ist der „Latte Macchiato ungesüßt„. Dieser enthält pro 100g gleich mal 27,8 g Zucker. Zum Vergleich normale Milch enthält bis zu 5,5 g Zucker (Weihenstephan/Landliebe) und auch da hatten wir beim letzten Mal schon erörtert, dass die wohl gezuckert wird. Eine normale Milch hat um die 3g Zucker (vermutlich Laktose). Das heißt der „ungesüßte“ Latte Macchiato von Nestle enthält ungefähr die neunfache Menge Zucker. Ich find’s dreist und wundere mich, dass die Verbraucherverbände hier nicht längst vorgegangen sind.

Und weil wir gerade bei Nestle sind: auf unserer Karnevalsflucht wollten wir fürs Hotelzimmer mal wieder löslichen Kaffee kaufen. Instantkaffee der Marke Nescafe enthält in allen Geschmacksrichtungen Zucker in Massen mindestens 3%  z.T. bis zu 6% des Inhaltes einer Verpackung sind Zucker. Sämtliche anderen Anbieter von Instantkaffee deklarieren, Inhaltsstoff seien ausschließlich gefriergetrocknete Kaffeebohnen. Nestle hingegen wirbt auf seiner Website mit „Das Geheimrezept von Nescafe„. Das besteht offensichtlich im wesentlichen aus Zucker und gefriergetrocknetem Kaffee. Auf eine Anfrage warum man Kaffee Zucker beimische reagierte Nestle in typischer Großkonzern Großkotzigkeit gar nicht.

Süßstoff! Fast alle festen Süßstoffprodukte (Tabletten, Streusüßstoffe) enthalten Zucker. Am schlimmsten ist die Stevia Zubereitung, die wir im ReWe fanden mit über 60% Zucker (> sechzig Gramm auf 100g, kein Tippfehler!).

Flüssige Süßstoffe hingegen sind z.T. Kohlehydrat- UND Zuckerfrei erhältlich allerdings m.E. deutlich schwerer zu dosieren.

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