emden09

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Qual-itätsjournalismus

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Da muss ich heute früh wieder lesen, wie sich Berufsschreiberlinge in Rechtfertigung versuchen. Wie sie weiterhin einen vermeintlich existierenden „Qualitätsjournalismus“ herbeireden wollen. Das alles geschieht m.E. in der Hoffnung, das auslaufende Geschäftsmodell der Presse, Redaktionen und Bezahl-Schreiberlinge im herkömmlichen Sinne wenigstens noch so lange aufrecht zu erhalten, bis man selbst das Rentenalter erreicht hat.

 

Wie wichtig „Qualitätsjournalismus“ ist, habe ich gerade heute früh wieder erfahren dürfen. Wir alle haben in den letzten Tagen verfolgen können, wie ein Nazi ein Tattoo mit der Silhouette von Auschwitz und dem KZ-Buchenwald-Eingangs“motto“: „Jedem das seine“ im Schwimmbad spazieren trug. Auch wie er gestern dafür verurteilt wurde.

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Bei Thomas Schaaf im „Morgenecho“ auf WDR5 wurde daraus heute früh um kurz vor halb neun wörtlich: „der Grundriss von Auschwitz und der Spruch ‚Arbeit macht frei'“.

 

Fazit: selbst Gebührenfinanzierter „Qualitätsjournalismus“ hat keine Bedeutung mehr. Alle, die Twitter oder Facebook haben, waren besser- vor allem richtiger und früher informiert als jeder Hörer von WDR5 heute früh.

 

Nachtrag: Beim WDR führt dieses Desaster mehr als 1 Stunde nach entsprechenden Hinweisen auf Twitter (sic!) nicht einmal zu einer Entschuldigung sondern nur zu einem halbherzigen: „Danke für die Rückmeldung“ – ROFL und Kopf auf Tisch!

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Das eben begründet auch das Misstrauen der Menschen gegenüber der „Presse“. Neben jenem Teil der Presse, der seit Jahrzehnten bewusst im Sinne der politischen Weltanschauung ihrer Verleger manipuliert und lügt, wie Springer, Burda, Bertelsmann oder DuMont gibt es da noch jene, die schlicht – egal ob aus Fahrlässigkeit, Dummheit oder Faulheit – wie heute früh Herr Schaaf falsch informieren.

 

Da sich aber jeder Bürger inzwischen mit Hilfe des Web selbst ein Bild machen kann (mehrere tausend ungefilterte, reine Quellen statt nur einer „journalistisch“ ge“filter“ten zur Verfügung hat) werden faule, dumme und fahrlässige Journalisten immer häufiger der Falsch-Berichterstattung überführt. Dazu berichtet die gedruckte wie auch die Online-Presse inzwischen meist zu spät.

 

To little to late ist aus meiner Sicht das, was vom „Qualitätsjournalismus“ übrig geblieben ist.

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Written by emden09

23.12.2015 um 10:17

Veröffentlicht in Allgemein

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