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Kernenergie ist KEINE Brückentechnologie

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Heute früh publizierte Springers „Die Welt“ ein Interview, in dem Sie unserem Neusser CDU Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe die Möglichkeit gaben, die hirnrissige These zu vertreten, es gäbe Kernkraft in Deutschland eigentlich nur, weil Helmut Schmidt diese in typisch „Sozialliberaler Fortschrittseuphorie“ eingeführt habe.

 

Pseudo-Kritischen Fragen wich Gröhe aus. Kritische Nachfragen unterblieben. Ein Kommentar, den ich hier veröffentlichen möchte, wurde durch Springer zensiert. Wie so oft geben die Zensoren nachträglich jenen, die sie zensierten Recht und bestätigen: hier stand etwas wirklich wichtiges, das wir auf keinen Fall veröffentlich sehen wollen.

 

Ehrensache, dass ich die peinlichste Äußerung in der „Karriere“ des Hermann Gröhe oben verlinke, damit jeder nachlesen kann, was hier für ein Unsinn verbreitet wurde.

Hier nun der von Springer zensierte Kommentar zu Herrn Gröhes „Einlassungen“:

 

Kernenergie ist als „Brückentechnologie“ ins Zeitalter der erneuerbaren Energien untauglich. Wenn Herr Gröhe an dieser Mär festhält, lässt er sich offenbar von allen Wissenschaftlern nicht belehren. Kernkraftwerke können nur langsam angefahren werden. Eine Brückentechnologie ins Zeitalter der erneuerbaren Energien aber muss kurzfristig, von jetzt auf gleich Schwankungen und Ausfälle von Sonnen- und Windenergie ausgleichen können. Will man Herrn Gröhe also keine böswillige Verzerrung der Wahrheit vorwerfen, muss man ihm mindestens Unbelehrbarkeit attestieren.

 

Kernenergie liefert auch keinen „bezahlbare Strompreise für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort“. Durch mangelhafte Versicherung und ungeklärte Entsorgung sind Kernkraftwerke im Gegenteil planwirtschaftlich hoch subventionierte Totengräber jeden Industriestandortes. 50 Billionen USD Schaden sind die geringste Abschätzung für die Havarie von Fukushima. Diese 50 Billionen wird der Industriestandort Japan zum größten Teil sofort und zu kleineren Teil über die nächsten Jahre verteilt erwirtschaften müssen, um die Folgekosten dieser vorsintflutlichen Risikotechnolgie zu beseitigen. Bei einem Bruttosozialprodukt Japans von knapp 5 Billionen USD jährlich ist klar. Die Havarie auch nur eines Kernkraftwerkes hat Japan volkswirtschaftlich vollständig ruiniert! Wer also kann diese Strompreise bezahlen?

 

Was Herr Gröhe verschweigt ist, dass Kernkraftwerke eigentlich nur dazu taugen Gewinne zu privatisieren und den Aktionären zufließen zu lassen, während die Schäden dieses Dinosaurierhaft anmutenden, Großtechnologischen Wahns vergesellschaftet, also dem Steuerzahler auferlegt werden.

 

Wären Kernkraftwerke sicher und damit preiswert, wäre das Risiko berechenbar. Weigert sich jedoch mit der Assekuranz von Beginn an eine ganze Branche, dieses Risiko zu versichern ist klar: das Risiko ist unkalkulierbar. Alternativ wäre die Versicherungsprämie so teuer, dass der Strom nicht bezahlbar und der Industriestandort nicht wettbewerbsfähig wäre.

Warum verschweig Herr Gröhe das? Kann er nicht so weit denken? Oder ist er eben doch böswillig an der Verschleierung der Wahrheiten interessiert?

 

 

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Written by emden09

30.03.2011 um 18:42

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