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nie angepasst

De-Mail kommt – (un)sicher!

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Eine Chance wurde vertan. Eine Mehrheit aus Internetausdruckern im Bundestag hat sich durchgesetzt.

Das De-Mail-Gesetz wird kein System für sichere Mail zwischen Sender und Empfänger vorschreiben. Es wird KEINE End-To-End-Verschlüsselung geben.

Das De-Mail-System wird auch nicht in der Lage sein Spam wirkungsvoll zu bekämpfen.

Der Richtervorbehalt, der heute zumindest theoretisch noch für den Eingriff in jegliche Telekommunikation inkl. Email Standard ist, wird für De-Mail nicht gelten. Behörden, werden sich hemmungslos an De-Mail-Inhalten bedienen können. Dazu gehören selbstverständlich vor allem Spitzel- und Überwachungsbehörden, denen an Freiheit der Bürger weniger gelegen ist als an einem Funktionierenden Unterdrückungssystem für missliebige Inhalte.

Da De-Mail eine anonymisierte Kommunikation NICHT ermöglicht, wird es den Anbietern möglich sein Beziehungsprofile der Nutzer zu erstellen. Datenschützer liefen dagegen vergeblich Sturm.

So Entsteht der Gläserne De-Mail-Kunde. Allen Boykottaufrufen kann man sich nach Verabschiedung dieses Gesetzes nur vorbehaltlos und vollinhaltlich anschließen.

Kurz: De-Mail ist aus Sicht jedes verständigen Nutzers des Internet ein tot-geborenes Kind. Es gibt schon besseres!

Es wird unter diesem Namen ein System gebaut, das bestenfalls zur Nutzung durch Internetausdrucker geeignet sein wird. Allen Internetausdruckern, mit denen man es gut meint, also jenen in Verwandtschaft und Bekanntenkreis muss man klarmachen, dass De-Mail ihre Aufmerksamkeit nicht verdient hat. Opolis oder GnuPG ist mit Sicherheit eher das was diese Menschen benötigen und suchen, wenn sie nach sicherer Kommunikation im Internet fragen. Dazu sind Opolis UND  GnuPG um Längen einfacher benutzbar, als z.B. der E-Postbrief.

Hier haben sich Lobbyisten der Staatsunternehmen Deutsche Post und Deutsche Telekom sowie deren in Bitkom vereinigten Zulieferer durchgesetzt.

Diese haben offensichtlich entweder nicht die Kompetenz, ein technisches System zur Verfügung zu stellen, das die nötigen Anforderungen an sichere EMail erfüllt. Oder es herrschen Dort andere Geschäfts-Interessen vor, wie z.B. die Absicht, Zugriff auf zukünftige De-Mailinhalte für Werbezwecke zu (miss)brauchen oder die Absicht Verluste durch Briefportogewinne durch Porto auf De-Mails auszugleichen.

Was hier durch Steuergelder subventioniert entsteht ist m.E. bestenfalls eine schlechte Alternative zu Freemailern wie Web.De, Goooglemail oder Yahoo. Also Verschwendung von Steuergeld in astronomischer Höhe. Bundesrechnungshof übernehmen Sie.

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Written by emden09

24.02.2011 um 12:57

Veröffentlicht in Allgemein

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