emden09

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Digitale Versammlungsfreiheit verteidigen! OP-Payback.

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Selbstjustiz – wer?

Der Spiegel Online meint:

„Die Hackerangriffe von WikiLeaks-Gegnern und -Sympathisanten eskalieren. Das Netz erlebt eine Welle digitaler Selbstjustiz, die der Meinungsfreiheit schadet -*denn die Logik dahinter ist so simpel wie gefährlich: Wer die stärkste Technik hat, dominiert den Diskurs.“

ich meine:

Das Wort Selbstjustiz im Zusammenhang mit Wikileaks und OP-Payback zu benutzen, ist ganz großes Kino.

Die Frage, die ich mir stelle ist nämlich, wer übt hier Selbstjustiz gegen wen.

Paypal, Mastercard, VISA und Amazon haben zugegeben, sich dem Druck der US-Regierung (Nicht der US-Justiz!!!) gebeugt zu haben, als sie ihre Maßnahmen gegen Wikileaks beschlossen.

Außer der US-Amerikanischen Regierung wirft nämlich niemand Wikileaks illegales Handeln vor. Im Gegenteil müsste die US-Justiz ja gegen die New York Times, den Guardian und den Spiegel mit denselben Maßnahmen vorgehen, mit denen sie gegen Wikileaks vorgeht, wenn denn Gleichheit vor dem Gesetz überhaupt noch eine Bedeutung haben soll.

M.E. haben wir es hier mit einer Spiegel-Affäre-2.0 zu tun, bei der eine Regierung willkürlich Maßnahmen gegen ein Nachrichtenmagazin (Wikileaks) und dessen Chefredakteur in ergreift ohne Rechtsprechung abzuwarten. Selbstjustiz also übt in diesem Fall m.E. zunächst die ach so liberale Regierung Obama in Begleitung von CIA und mit der Unterstützung o.g. US-amerikanischer Unternehmen, die ihre Geschäftsbedingungen WILLKÜRLICH im Sinne der US-Regierung auslegen.

Die Kunden dieser Unternehmen reagieren nun mit Boykott. Die Öffentlichkeit nutzt genau die Plattform auf der Waffengleichheit herscht, das Internet, um gegen diese Willkür und Selbstjustiz zu protestieren.

Dass Demonstranten die Eingänge bestimmter Kaufhäuser oder die Zufahrten zu bestimmten Unternehmen blockieren ist noch zu keinem Zeitpunkt in einem demokratischen System als Selbstjustiz bezeichnet worden. Stattdessen ist es eine Form der Ausübung der Versammlungsfreiheit.

Was Op-Payback macht ist also sicher keine Selbstjustiz. OP-Payback wehrt sich gegen Willkür und Selbstjustiz durch Nutzung der Versammlungsfreiheit. Dass es sich hier um eine von mir postulierte digitale Versammlungsfreiheit handelt, die bisher in noch keine Verfassung Einfluss gefunden hat, sei zugegeben. Andererseits gibt es sicher kein Argument, warum es einerseits erlaubt sein sollte, dass sich Menschen auf Straßen versammeln und andererseits verboten sein sollte, dass sich Menschen vor Ihren Computern versammeln.

Die einzige Kritik, die ich gelten lasse ist, dass es sich hier um den typischen Männersport „wer hat den Längeren“ handelt. Das Ergebnis allerdings, wer „der Stärkere“ ist dürfte noch eine Weile nicht feststehen.

OP-Payback arbeitet aktuell nach eigenen Angaben mit knapp über 9.000 Drohnen, die in der Default-Konfiguration mit 15 Threads (virtuellen Benutzern) laufen, theoretisch aber mit bis zu 500 Threads laufen könnten.

Mastercard und Visa wurden mit 1.600 Drohnen (die größtenteils so darf vermutet werden in Default Konfiguration liefen) in die Knie gezwungen. Also mit um die 24.000 virtuellen Benutzern. D.h. das technische Potential von OP-Payback 4,5 Mio virtuelle Benutzer ist LANGE nicht ausgeschöpft.

OP-Payback dürfte im Kampf gegen Selbstjustiz durch Nutzung der digitalen Versammlungsfreiheit also noch einige Pfeile im Köcher haben, die bis dato noch nicht einmal angespitzt wurden.

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Written by emden09

10.12.2010 um 19:42

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