emden09

nie angepasst

Operation Payback – the eagle has landed!

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Das in der VerBLÖDUNGinsdustrie der Massenmedien „Anonymous“ genannte informelle 4chan Netzwerk hat heute die Website von Mastercard erfolgreich mit einer DOS-Attacke angegriffen.

Operation Payback erfolgreich

Operation Payback erfolgreich

Die Aktionen wurden u.a. unter dem Namen „Operation Payback“ auf Twitter (#Payback) koordiniert. Das Unternehmen wurde gezwungen, seine Webserver vom Netz zu nehmen. Nun ist es in Deutschland – glaube ich strafbar, Straftaten gut zu heißen oder zu befürworten. Deshalb formuliere ich hier: Angesichts von Operation Payback und Ihres Erfolges mag sich bei mir kein echtes Bedauern mit dem „Opfer“ dieser „Straftat“ einstellen.

Und das kommt so.

Eine Achse des Bösen, unheiliger internationaler Alliierte haben in meinen Augen der Pressefreiheit den Krieg erklärt. Geführt wird dieser in einer Art Unternehmen Barbarossa als Überfall des internationalen Finanzfaschismus gegen Wikileaks. Gleichgeschalteten Unternehmen wie Paypal, Mastercard, Amazon und VISA kämpfen m.E. als bewaffnete Schutzstaffeln freiwillig für die Sache dieser Alliierten. 

Diese haben nun durch Operation Payback eine Gegenoffensive erfahren müssen.

Erreicht diese Gegenoffensive durch Operation Payback auf direktem Weg ihr Ziel? Wird also der internationale Finanzfaschismus seine Attacken auf Wikileaks einstellen müssen? Zweifel sind erlaubt. Mastercard ist im Gegensatz zu Amazon und Paypal nicht auf die Erreichbarkeit seiner Webserver angewiesen. Kunden können von Ihrer Mastercard verfügen, auch wenn der Webauftritt von Mastercard nicht erreichbar ist. Die Ankündigung von Wikileaks, nach den Botschaftsdepeschen vertrauliche Unterlagen aus dem US-Amerikanischen Banksystem veröffentlichen zu wollen, wird die Attacken des internationalen Finanzfaschismus gegen Wikileaks eher an Schärfe und Heftigkeit zunehmen lassen.

Ist Operation Payback deshalb sinnlos? Sicher nicht! Mit Operation Payback wird m.E. eines deutlich: Das angegriffene Unternehmen handelt gegen den Willen seiner Kunden. Ich selbst war vor der Offensive des internationalen Finanzfaschismus auf Wikileaks noch eher unbeteiligter Zuschauer. Dabei freute ich mich über die Existenz eines aufklärerischen Massenmediums wie Wikileaks. „Wikileak Dir Deine Meinung“ war im Freundeskreis zum geflügelten Wort geworden.

Mit der Kriegserklärung des internationalen Finanzfaschismus gegen Wikileaks hingegen werde auch ich gezwungen Stellung zu beziehen. Ich besitze eine Mastercard. Ich besitze eine VISA-Card. Kann ich diese weiterhin als Zahlungsmittel einsetzen ohne Blut an meinen Fingern zu haben? Ich denke nein.

Das aber wird jedem Mastercard-Kunden mit Operation Payback bewusst werden: Wer diese Karten im Weihnachtsgeschäft einsetzt, erkauft mit den Geschenken für seine Liebsten einen Anteil am Leid der afghanischen und des Irakischen Menschen. An den Päckchen unterm Weihnachtsbaum klebt Blut, wenn sie unter Beteiligung eines der o.g. Unternehmen erworben wurden.

Wie also kann Operation Payback m.E. richtig verstanden werden?

Mastercard, VISA, Amazon und Paypal machen im Weihnachtsgeschäft 20% oder mehr ihres gesamten Jahresumsatzes. Würde dieser wegbrechen, schrieben diese Unternehmen im Jahr 2010 Verluste. Klar ist es unbequem auf erprobtes Einkaufsverhalten zu verzichten. Mir aber ist es das wert.

Druck auf ein Unternehmen entsteht nicht durch eine DOS-Attacke auf dessen Website. Über eine erfolgreiche DOS-Attacke auf ein Unternehmen zu jubeln ist also zu früh – selbst wenn es erlaubt wäre. Auch dann zu früh, wenn das Unternehmen ein erklärter Feind der Freiheit ist.

Druck auf ein Unternehmen entsteht durch seine Aktionäre. Und Druck auf die Aktionäre eines Handelsunternehmens oder eines Finanzinstitutes entsteht durch Verweigerung der Kundschaft.

Operation Payback ist m.E. also das Fanal im ersten Welt-Cloudwar zum Boykott gegen die Feinde der Freiheit. Ich verstehe Operation Payback als Aufforderung:

–          benutzt keine Mastercard,

–          benutzt keine VISAcard,

–          verzichtet auf Einkäufe bei Amazon und

–          boykottiert Paypal.

Würde eine Mehrheit der Kunden dieses Fanal SO verstehen und umsetzen, ginge der Sieg im ersten Welt-Cloudwar an die Freiheit und an Wikileaks als deren Massenmedium.

Operation Payback war „offiziell“ eine Antwort auf die Verhaftung von Julian Assange, nachdem dieser sich gestern den britischen Behörden stellte. Warum also schreibe ich über die Freiheit und Wikileaks statt über Assange?

Assange ist der mir liebe Kopf, das personifizierte Symbol einer Freiheitsbewegung, die weit über ihn und Wikileaks hinausgeht.

Die VerBLÖDungsindustrie der Massenmedien in unserem Land aber möchte es gerne so darstellen, als gäbe es nur die Wahl zwischen Assange, seinem vermeintlichen Sexualverhalten einerseits und dem etablierten Unterdrückungsapparat andererseits. Sie wollen uns glauben machen, die Pressefreiheit, wie sie in Wikileaks existiere sei ein Verbrechen und Assange dieses Verbrechens kriminell.

Dem ist nicht so. Und deshalb stehen die Freiheit der Presse in Personam Wikileaks und die Freiheit der Menschen für mich im Vordergrund der Operation Payback. Mich würde es aber sehr freuen, wenn der internationale Finanzfaschismus seine Griffel von der Person Julian Assange lassen würde, unabhängig von seiner Funktion als Symbol einer Freiheitsbewegung.

Daher hier das klare Bekenntnis: „Befreit Julian Assange“!

Disclaimer: Damit das klar ist: ich spreche nicht für Operation Payback und nicht für „Anonymous“. Beides steht mir nicht zu. Ich spreche für mich und ich habe eine Meinung, die ich sage.

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Written by emden09

08.12.2010 um 17:58

2 Antworten

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  1. Wo und wie kann es denn passieren, dass man sich als normaler Internetuser einen Code einfängt, der dazu führt, dass der Rechner sich ohne Wissen seines Besitzers an den Ddos-Attacken gegen PayPal, Visa, Mastercard und co. beteiligt?

    Man muss sich ja schützen, nicht wahr 😉 ?

    Gefällt mir

    Hans

    08.12.2010 at 22:52

    • Hallo Hans, soweit ich weiß kann man sich am einfachsten schützen, wenn. man die Begriffe „get your weapons ready“ und „anon_operation“ googelt und die dort beschriebenen Gegenmaßnahmen befolgt. Bin aber kein Experte und blogge nur aufm iPad, so dass ich noch keine Notwendigkeit hatte den Schutz auszuprobieren. iPads sollen wohl nicht gefährdet sein – hoffe ich 😉

      Gefällt mir

      emden09

      08.12.2010 at 23:14


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